Dienstag, 21. Februar 2012

Bromelien Gewächse

Bromelien


Die Bromeliengewächse (Bromeliaceae), auch Ananasgewächse genannt, sind eine Pflanzenfamilie in der Ordnung der Süßgrasartigen (Poales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Die 58 bis 62 Gattungen und 2900 bis 3180 Arten sind in der Neotropis beheimatet. Am bekanntesten sind die Früchte der Ananas (Ananas comosus). Eine Reihe von Arten und ihre Sorten werden als Zierpflanzen verwendet


Geschichte
Charles Plumier benannte die Gattung Bromelia (Plum.) nach dem schwedischen Arzt und Botaniker Olaf Bromel (1639–1705). Antoine Laurent de Jussieu (Juss.) veröffentlichte die Familie Bromeliaceae 1789. Zuerst galt das alleinige Interesse (ab etwa 1690 in Europa) den Früchten der Ananas.



Christoph Kolumbus brachte bereits 1493 die Ananas (Ananas comosus) von seiner zweiten Reise zur Neuen Welt mit nach Spanien. Aber es dauerte bis 1776, dass eine zweite Art, Guzmania lingulata, nach Europa gebracht wurde. Aechmea fasciata kam 1828 und Vriesea splendens 1840 nach Europa. Als im 19. Jahrhundert exotische Pflanzen in Mode kamen, wurde mit der Kultur von Bromelien als Zierpflanzen begonnen.


Erscheinungsbild
 Fast alle Arten der Bromeliaceae sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Ausnahmen sind wenige plurienne hapaxanthe Pflanzen, diese Arten sterben nach der Blüten- und Samenbildung völlig ab: das beeindruckendste Beispiel ist Puya raimondii, sie braucht viele Jahrzehnte (50 bis 70 Jahre), um den größten Blütenstand aller Pflanzenarten zu bilden. Eine andere Ausnahme sind wenige Arten, die in der Trockenzeit laubabwerfend sind, wie zum Beispiel Pitcairnia heterophylla.


Meistens besitzen Bromelien eine gestauchte Sprossachse, also eine Blattrosette als typische Wuchsform. Es gibt allerdings auch einige Arten, deren Sprossachse nicht gestaucht ist und kleine Stämmchen bilden. Viele Arten sind mehr oder weniger ausgeprägt Xerophyten, sie besitzen also unterschiedliche Möglichkeiten die Verdunstung zu verringern.[1] Etwa zwei Drittel der Arten verfügen über CAM-Metabolismus.
Text-Quelle und weitere Infos:


Blütenstände und Blüten  
Die Blüten und Früchte stehen meist in sehr unterschiedlich gestalteten, 
einfachen oder zusammengesetzten, 
traubigen oder rispigen Blütenständen (Infloreszenzen) zusammen.
 Die meist sehr dekorativen Hochblätter (Brakteen) und Tragblätter 
der Blütenstände dienen der Anlockung der Bestäuber
 (neben tag- oder nachtaktiven Insekten auch Vögel und Fledertiere). 
Bei wenigen Arten ist nur eine Blüte vorhanden (beispielsweise Tillandsia usneoides).




1 Kommentare:

Karin M. hat gesagt…

Das ist wieder ein sehr interessanter und schöner Beitrag. Deine Fotos sind großartige, fantastische Fotoarbeit...Die schönen Farben tuen in dieser grauen Jahreszeit den Augen sehr gut.
Liebe Grüße, Karin